00:00:00: Herzlich willkommen, schön dass ihr da seid und euch ein bisschen Zeit mit uns gemeinsam nehmt.
00:00:07: Ich darf euch herzlich begrüßen.
00:00:08: mein Name ist Mirko ich bin Teil der Obstalsbomen Wegbegleiter und ja wir haben gerade nochmal im Team reflektiert das weil Lisa und Lena die sind auch heute mit dabei und unterstützen uns technisch Bodo und mich und wir haben grade noch mal reflektieren dass wir jetzt mittlerweile seit regelmäßig so online Dialoge, Online-Impulse durchführen zu ganz unterschiedlichen Themen die die Menschen interessieren.
00:00:36: Die uns interessieren, die uns immer wieder umtreiben irgendwo im Spannungsfeld zwischen Mensch und Unternehmen.
00:00:42: Und ja deswegen bin ich auch total glücklich darüber dass wir so konsistent sind und auch daran festhalten weil wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen damit gemacht haben Regelmäßig in den Austausch zu kommen und das wollen wir heute auch machen.
00:00:56: Das Thema was wir uns vor heute vorgenommen haben, heißt Freiheit im Unternehmen.
00:01:02: Und ja über Freiheit lässt sich sicherlich ganz viel auch erzählen und ins Gespräch gehen.
00:01:09: Und gleichzeitig wollen wir so ein paar wesentliche Punkte heute hervorheben die uns dabei umtreiben und wollen das natürlich nicht nur alleine machen sondern laden dann euch auch herzlich dazu ein mit uns dazu dann ins Gesprächen zu gehen.
00:01:23: Wir werden jetzt gleich zu Anfang erstmal ein paar Gedanken miteinander teilen, Bode und ich gemeinsam.
00:01:31: Und ihr dann als Teilnehmende seid herzlich dazu eingeladen auch Fragen zu stellen oder auch Impulse reinzugeben zu dem was ihr so hört.
00:01:40: Das was hier dafür nutzen werdet ist die Handhebenfunktion hier in Teams und dann wird Lena euch dann sozusagen freischalten sodass ihr euch dann auch beteiligen könnt.
00:01:55: Bevor wir das machen haben wir immer ein festes Ritual bei uns in der Obstalz-Bohmwelt, in den letzten Jahren welches wir immer zu Anfang pflegen was wir auch mit euch teilen und das ist dass wir eine Minute gemeinsam in die Stille gehen.
00:02:09: ja also wenn das der einzige Moment der Stille am heutigen Tag für euch ist dann genießt ihn.
00:02:14: Eine Minute macht Bildschirm aus, macht Ton oder lasst den Ton aus und dann sehen wir uns gleich in einer Minute wieder bis gleich!
00:03:32: Ja ich danke euch vielmals für das Teilen der gemeinsamen Stille, dann kommt in die Runde zurück.
00:03:44: Ja Bodo schön dass wir uns die Zeit gemeinsam nehmen können um über das Thema zu sprechen und ich habe mir natürlich auch so ein zwei Gedanken vorher heute gemacht bevor wir uns jetzt zugeschaltet haben und ich bin ja mittlerweile seit fünfzehn Jahren.
00:03:58: darf ich mich Upps als Boomer nennen.
00:04:01: Ich bin ja selber nicht gebürtige Ostfriese, aber ich erinnere mich noch sehr gut als ich ins Unternehmen kam.
00:04:07: Das war so einer der ersten Sätze die ich damals von den Friesen wahrgenommen habe.
00:04:13: Der heißt lieber Tod als Sklave und ich weiß ja dass auch für dich Freiheit so eine der wichtigsten Werte ist.
00:04:24: Befeucht dich jetzt irgendwie zu sehr eingrenzt mit irgendwelchen Fragen, die ich habe.
00:04:28: Vielleicht mal was ist so... Was sind so deine ersten Gedanken zum Thema Freiheit?
00:04:34: Und vielleicht auch wenn du gerade an die letzten fünfzehn Jahre denkst, was ist auch eine der ersten Geschichten, die dir einfällt, wenn du an das Thema Freiheit denkst?
00:04:49: Du hast ja gar die frisische Freiheit angesprochen.
00:04:51: Lieber Tod als Sklave!
00:04:53: Das ist etwas, was vor über achthundert Jahre hier im Herzen Ost-Prieslands entstanden ist.
00:05:01: Immer zum ersten Mai eines Jahres haben sich die Häuptlinge der sieben Lande getroffen, um über die frisische Freiheit zu sprechen und diese frisliche Freiheit war seinerzeit eine Freiheit, die sicher auf eine Freiheit gegenüber auch den Königen und Taisern letztendlich zum Ausdruck gebracht werden sollte und dass die Ostfriesen keinen Herren über sich dulden.
00:05:30: Und das finde ich sehr spannend, denn wenn ich heute über Freiheit spreche – also ich habe auch so ein ganz tiefes Freiheitsbedürfnis, das sich zurückverfolgen lässt bis in meine Kindheit -, dass ich als vierjähriger Junge schon mich unter dem Maschendrahtzaun des Kindergartens hindurchgebuddelt um dann in Richtung Elternhaus zu rennen.
00:05:55: Und ich erinnere mich sehr gut an dieses Gefühl, auf dem Weg nach Hause dann zu renn, das Gefühl von Freiheit zu empfinden.
00:06:03: oder auch Jahre später als ich mit meinen besten Freunden hier wenn ich hier rauskucke, dann schaue ich auch ein See und auch einen Deich, dass wir über den Deich geschlendert sind und wir früher immer Indianer und Cowboys gespielt haben und jedes Mal von uns jemand gefangen genommen worden ist, gefesselt war eine Martafall zum Beispiel Und es ging immer darum, jemanden zu befreien.
00:06:25: Also das ist etwas dieser Begriff der Freiheit, der in meinem Leben sich an ganz unterschiedlichen Ecken wiederfindet.
00:06:35: Rekonstruieren lässt nicht zuletzt auf, also im Jahr eight neunzig bei der Entführung, wo's natürlich auch darum ging die Freiheit widerzuerlangen.
00:06:44: aber diese Freiheit über die ich bisher gesprochen habe ist ja eine Freiheit die auf das Äußere bezogen ist, eine äußere Freiheit.
00:06:52: Da geht es sich darum von den äußeren Umständen ein Stück weit zu befreien, räumlich körperlich dass wir uns frei bewegen können, dass wir das tun können was wir wollen Dass wir uns bewegen kann wie wir wollen und das ist natürlich eine Freiheit.
00:07:11: die ist auf Sand gebaut.
00:07:12: Das durfte ich immer wieder erfahren denn schon morgen kann ein Wendepunkt in meinem Leben stattfinden und die Freiheit, die ich bis heute genossen habe, kann ich dann vielleicht nicht mehr genießen.
00:07:24: Umso mehr hab' ich mich über die Jahre hinweg mit dem Begriff der Innerenfreiheit beschäftigt also sich innerlich freimachen zu können von etwas was um mich herum geschieht.
00:07:35: und das ist ja auch mein Schwerpunktthema die sogenannte Heschida oder Isiria diese innere Ruhe, dieser innere Frieden jenseits äußerer Fraktoren.
00:07:47: Und das hat eben etwas mit Freiheit zu tun nämlich mit dieser inneren Freiheit.
00:07:51: ich mache mich innerlich frei von dem was um mich herum geschieht.
00:07:55: Ich lasse meinen Gemütszustand nicht beeinflussen von dem Was um mich darum geschieht Von dem was das Leben hier beschert.
00:08:03: und damit sind wir eigentlich schon in so einem Spannungsfeld indem uns bewegen zwischen Äußererfreiheit und Innererfreiheit.
00:08:11: Und ich erinnere mich, dass eine Mitarbeiterin des Generalvikars in Wien einmal angesprochen hat mit Blick auf eine Mitarbeiterbefragung.
00:08:24: Da wurde gesagt die Mitarbeiterinnen sind unzufrieden weil sie nicht von den Führungskräften gegrüßt werden und ob ich denn mit den Führungskräften arbeiten könnte, dass sie anfangen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Flur zu grüßen.
00:08:44: Da habe ich dann damals gesagt, das kann nicht tun aber ich kann nicht darüber verfügen, ob es tatsächlich geschieht.
00:08:52: Deshalb macht es vielleicht Sinn nicht nur mit den führungsskräften zu arbeiten sondern auch mit den Mitarbeiterinnen dass sie nicht so sehr darunter leiden, dass die Führungskräfte sich nicht grüßen.
00:09:02: Denn das ist etwas was sich ihrer Verantwortung entzieht, ihres Einflusses entziebt ob mich jemand grüßt oder nicht und das ist für mich eigentlich so die stärkste Form der Freiheit von der ich auch gerade gesprochen habe.
00:09:16: also ich mein Wohlbefinden eben nicht davon abhängig mache wie eine Führungskraft mit mir umgeht.
00:09:21: und das sind das was wir heute überall erleben.
00:09:23: es ist dieses Complaining dieses Beklagen darüber wie Menschen mit mir Ja, das ist natürlich schon ein Stück weit Opferrolle die ich dort wahrnehme und aus dieser Opferolle heraus in die Verantwortung zu gehen.
00:09:35: Dafür, wie ich mit dem umgehe was mir hervorgerufen wird durch jemand anderes.
00:09:45: Ich möchte auf einen Punkt nochmal eingehen weil du auch gerade über persönliche Meilensteine von dir gesprochen hast.
00:09:52: jetzt spielt ja Freiheit im Unternehmen Obst als Bohm, ja eine ganz wesentliche Rolle.
00:09:58: Dann damit gepaart natürlich deine persönliche Geschichte auch mit diese Krisenerfahrung, die du gemacht hast.
00:10:26: Wie entscheidend ist das dafür gewesen?
00:10:30: Mit Blick auf die Freiheit ist die Entführung von untergeordneter Rolle für mich, weil es mit Blick auf Zeit in Kloster, die ich verbracht habe um die Vergangenheit auch zu bereiten und wie ich führe, wie ich gelebt habe oder wie ich mich geführt habe ging es doch noch mehr darum Licht ins Dunkel der eigenen Persönlichkeit zu bringen, das unbewusste Bewusstzumachen und sich in diesem Prozess dann darüber bewusstzuwerten.
00:11:05: Was ist denn das was in mir ruft?
00:11:09: Was meine Berufung ist?
00:11:11: Was das ist, was meine Sehnsucht zum Ausdruck bringt?
00:11:15: Und da kam dann eher das Kindliche, das ganz Ursprüngliche, dass Authentische wie ich ursprünglich mich als Kind im Nachhinein betrachtet auch gesehen habe, hat eine wesentlich größere Bedeutung eben nur anders interpretiert.
00:11:29: Dass ich als Kind diese Freiheit als Äußerefreiheit natürlich sehr stark versucht haben zu leben aus dieser kindlichen Ungefangenkeit heraus und ich dann gemerkt habe im Laufe des Lebens ja also ich malen mir die Welt wie sie mir gefällt das da machen nämlich alle mit weil es eben noch Menschen gibt zum Beispiel Es geht nicht nur darum, wie ich die Dinge sehe.
00:11:54: Also wie gelingt es mir denn das was wir als Mensch wirklich wichtig ist?
00:11:59: Nämlich Freiheit nicht mehr auf Sand zu bauen sondern auch festen Felsen zu bauen.
00:12:04: und dann komme ich unweigerlich in diesen Prozess von außen ins Innen.
00:12:08: und mit Blick auf die Entführung spielt schon ein Aspekt eine Rolle.
00:12:14: der hat aber nicht mit der Befreiung aus dieser Situation heraus zu tun sondern vielmehr mit der Aufbereitung, der Entführung zu tun.
00:12:23: Nämlich die Antwort auf die Frage, wieso zerbrechen manche Menschen an einer Krise während anderer an ihr Wachsen?
00:12:30: Und auch das ist eine Freiheit, für die ich mich entscheiden kann, worauf ich den Fokus
00:12:36: lenke.".
00:12:37: Das ist wie Viktor Frankl es sagt, die letzte Freiheit, die wir als Mensch haben nämlich sich zu den Dingen so oder so einzustellen.
00:12:45: also Später Begriff der Freiheit und die Art und Weise, wie ich die Freiheit in diesem Moment genutzt habe umgegangen oder eine Nachbereitung mit der Entführung.
00:12:58: Eine ganz wesentlichen Rolle für den Prozess später auch im Unternehmen weil Ich saß im Kloster so wie viele andere von uns auch.
00:13:11: manchmal Im Kloster sitzen wir dabei mit meinem Rucksack Ja, auf der Schulter mit meinen Sorgen.
00:13:17: Mit meinem Verletzung und all denen im Gepäck von dem ich noch nicht mehr wusste dass ich das im Gapäck habe.
00:13:25: Und dann wurde mir offenbart durch Anseln Grün okay?
00:13:29: Es gibt was Thema Selbstführung und bei der Frage nachdem wohin ich mich selbst führe geht es natürlich sehr darum sich zu erkennen Licht ins Dom können zu bringen herauszufinden wer wir denn ganz ursprünglich sind den Versuch nachzugehen, dem gerecht zu werden im Alltag.
00:13:50: Und dann gab es diese drei Wege über das Ausprobieren und das ist ein ganz entscheidender Prozess mit Blick auf das Thema Freiheit.
00:14:00: sich die Freiheit zu nehmen etwas auszuprobieren.
00:14:05: Das ist ganz entscheidet.
00:14:06: was sind die Rahmenbedingungen dafür dass ich die Bereitschaft entwickeln als Mensch egal ob als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter als Kind dass ich die Freiheit entwickeln und die Bereitschaft entwickeln, wirklich zu versuchen etwas auszuprobieren, wodurch er erst Wachstum und Entwicklung möglich wird.
00:14:26: Dann aber auch eben der Weg zum Selbstüber den Weg in die Kindheit, so wie ich das gerade beschrieben habe.
00:14:34: Und dann natürlich zu guter Letzt der Weg zur sich selbst über das Ruminieren, das Reflektieren der Verletzungen, erfahren haben, durch Wegen oder was auch immer.
00:14:46: Aber dann eben nicht mit der Frage des Opfers warum ist mir das passiert?
00:14:51: Die Freiheit habe ich ja auf diese Frage zu stellen sondern mit der frage wofür war es gut und was erkenne Ich aus dem was mir wiederfahren ist?
00:15:02: Und dass ist immer dieser bewegt uns immer um den Begriff der Freiheit.
00:15:11: Jetzt wenn ich dich richtig verstanden habe Dann hast du ja gesagt, die äußere Freiheit ist auf Sand gebaut und der Weg um dann auch die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht verändern kann führt über die innere Freiheit.
00:15:27: Wie war denn deine Erfahrung mit Blick auf die Führung des Unternehmens?
00:15:31: Weil also auch ich begleite jetzt schon über zehn Jahre auch regelmäßige andere Unternehmen und wenn es auch um die persönliche Freiheit geht, dann höre ich häufig so dieses Ja aber Ja, aber wir müssen ja und es sind doch dann auch im Unternehmen viele Zwänge da.
00:15:50: Wie glaubst du denn führt der Weg über die innere Freiheit mit Blick auf Dinge im Unternehmen in der Führung?
00:15:58: Also was ich erlebe, was ich bei uns erlebt habe oder auch an anderen Unternehmen erlebt habe ist dass Führungskräfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Freiraum schenken dem Motiv, dass diese Menschen darüber dann auch in die Verantwortung gehen oder als Voraussetzung dafür dann auch an die Verantwortung zu müssen und das die Menschen zwar die Möglichkeit bekommen dort dann in die Verantwortungen zu gehen aber sie selten dazu bereit sind auch wirklich in die verantwortung zu gehen.
00:16:43: Also geht es nie nur um den Begriff der Freiheit an sich, sondern die Frage ist ja was schenkt den Menschen in diesem Freiraum Orientierung?
00:16:53: Wenn wir früher über starre Strukturen gesprochen haben dann haben diese starren Strukture den Menschen Halt gegeben.
00:17:01: Orientierungen gegeben.
00:17:04: Das war sehr eng aber hat den Menschen auch Sicherheit gegeben.
00:17:08: und interessanterweise erlebe ich heute das habe ich aber uns Tendenzen im November ob der Entwicklungswerkstatt ja auch ein Stück weit erlebt oder in anderen Unternehmen, dass mit zunehmender Unsicherheit Komplexität und auch Mehrdeutigkeit im Außen das Bedürfnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach mehr Sicherheit und Vorgabe im Unternehmen wieder wächst.
00:17:34: Das ist ja total spannend.
00:17:35: also im Moment haben wir eine eher gegenläufige Entwicklung in den Unternehmen, da es immer mehr Mitarbeiter gibt die lieber nicht den Freiraum im Unternehmen haben möchten, sondern lieber jemanden sehen der ihnen sagt was sie zu tun haben und klare Vorgaben bekommen weil in den anderen Lebensbereichen Sie gerade diese maximalen, dieses Vakuum diesen freiraum diese Komplexität erleben.
00:18:01: Und sie brauchen irgendwo einen Ort an dem sie sich annähen können.
00:18:06: so das ist natürlich erst mal ein Symptom.
00:18:13: Wenn ich die Fähigkeit habe oder ich mir nicht meiner inneren Haltung bewusst geworden bin, dann habe ich nichts was mich hält.
00:18:22: Dann fehlt nur Orientierung und je weniger ich mir meine Innerenhaltung bewusst bin desto mehr äußere Haltung brauche ich was mich von außen hält.
00:18:33: das ist auch klein wenn Wenn ich mir meine selbst nicht bewusst bin, wenn ich selbst keine Antworten auf die Fragen gefunden habe.
00:18:40: Was ist denn das was ich liebe?
00:18:42: Was ist dann das was sich kann und was ist das was die Welt braucht?
00:18:45: Und ich komme auf die Spuren.
00:18:48: Die Wüstenväter benutzen ja ganz gerne Bilder Ganz alte Bilder und sie sagen Ich bin auch der Spur wie ein Jagdhund auf der Schuhe eines Hasens.
00:18:59: Ja und wenn ich ihn in den Jagdhorn vorstelle, der auf der Schwur eines Hasen ist Dann bringt er nichts mehr ab, dann hat der die Stur aufgenommen und er lässt nicht nach.
00:19:09: Dann ist ihm relativ egal was drum herum passiert.
00:19:12: Dann hat er seine Stur gefunden in der er sich bewegt.
00:19:16: aber wenn mir diese Stur fehlt... ...dann brauche ich irgendwie Orientierung!
00:19:20: Dann brauche vielleicht den Hundeführer, der den Hund an die Leine nimmt und ihn reguliert weil er sonst nicht weiß was er tun soll.
00:19:28: Und das ist eigentlich das Bild, dass sowohl bei uns Frühjahren unternehmen hatten wir ja eine sehr klare Struktur, ich erinnere mich an das Management System.
00:19:38: Sehr klar!
00:19:39: Wo wir Service Qualität, Management Qualität und Führungskwalität hier drei Tage darüber diskutiert haben wie wir uns am Telefon melden?
00:19:47: Einmal morgen zwei Mal morgen.
00:19:49: Vorname Nachname Das war schon sehr klar vorgegeben Und dadurch haben die Menschen sich nicht nur eingeengt gefühlt sondern die Menschen haben auch das Gefühl bekommen dass Sie selbst als Mensch immer mehr an Bedeutung verlieren, weil das System dafür sorgt dass irgendein Mensch diese Aufgabe nachkommen kann.
00:20:13: Das war sehr eng hat den Menschen aber auch sehr viel Halt geboten.
00:20:20: So und dann kam die Kehrtwende.
00:20:22: Nach der Mitarbeiterbefragung haben wir ja quasi alles aufgelöst.
00:20:26: Und dann kam genau die Gegenbewegungen.
00:20:29: Und in dieser Gegengewägung haben sich die Menschen besonders wohl gefühlt, wie jetzt die Wegbegleiter heute.
00:20:34: Die es verstanden haben sehr stark an sich selbst zu arbeiten und die Fähigkeit entwickelt haben sich in einem Freiraum hineinzuorientieren.
00:20:44: Wenn ich an dich denke, ich glaube das ist zwei Jahre her.
00:20:47: Da hast du eben aus dem Nichts heraus die Geschäftsführung übernommen und von heute auf morgen hast du ein Unternehmen dort jetzt geführt mit den Wegbegleitern und hattest ... war es dein eigener Rahmen?
00:21:01: Und musstes dich orientieren!
00:21:03: Das setzt natürlich voraus dass du weißt worum es geht wofür du dich einsetzt was deine Stärken sind.
00:21:08: und wenn ich diese Antworten für mich nicht habe dann kann Freiheit ganz unangenehm sein.
00:21:16: Und das habe ich im Unternehmen ja auch erlebt, dass es Menschen gibt in einem Unternehmen die diese ihnen zugesprochene Freiheit als sehr, sehr unangener finden.
00:21:29: Das ist nicht gut und schlecht.
00:21:32: Es geht gar nicht darum, das zu bewerten sondern das zu verstehen weil dann kann man damit umgehen und es geht darum den Menschen ein Stück bei dem was sie brauchen an dem Ort an dem sie sich gerade befinden.
00:21:44: Es gibt da die Geschichte von einem Mitarbeiter, die habe ich im zweiten Buch beschrieben.
00:21:49: Die bringt es eigentlich sehr schön zum Ausdruck.
00:21:51: Die Geschichte ist stark.
00:21:53: in stürmischen Zeiten heißt vom Spunk zum Raumschiff Enterprise.
00:21:58: Da hatten wir eine Führungskraft einer Stadtverwaltung und diese Führungskraft hat bei uns das Praktikum gemacht Und hat danach, gesagt nach drei Wochen, sich an mein Schreibtisch angekettet und hat gesagt, Bodo ich möchte hier arbeiten.
00:22:19: Ich bleibe hier so lange angekette bis das ich hier arbeite.
00:22:22: Dann finden wir einen Weg.
00:22:24: So dann hat sie den Weg zu uns gefunden, dann hat die Weg quasi aus dem Gefängnis der Bürokratie hinaus in den Dschungeln gewagt.
00:22:33: aber es ist nicht gelungen diesen Menschen auszuwählen.
00:22:38: also er hatte gar nicht die Fähigkeit um im Dschummel zu überleben Und das war ganz spannend.
00:22:43: Uns ist es nicht gelungen, ihn auf diesen Prozess zu begleiten aus dem Käfig heraus wo ich sicher bin aber auch das fressen muss was mir vorgesetzt wird hin zum Dschungel wo ich nur mein Futter suchen muss und das ist eigentlich genau das worum's geht.
00:22:59: Das ist das wo wir manchmal Menschen wahrscheinlich auch überfordern dass sie aus einem eigenen Perspektiv, aus einem eigenem Gefühl heraus sagen so die Menschen wollen alle Freiheit.
00:23:11: auf die Fragen, welche Voraussetzungen dürfen denn rein persönlich dafür erfüllt sein um dieser Freiheit auch wirklich gerecht zu werden und sich in dieser Freiheit nicht selbst zu zerstören.
00:23:24: Das ist nicht unbedingt in unserer Geschichte das zu können.
00:23:30: und hat ja auch viel mit Entwicklung von Führungen in den letzten Jahrzehnten zu tun.
00:23:35: Und bringt das ja auch so zur Frage eigentlich, wo hat denn Freiheit im Unternehmen auch Grenzen?
00:23:41: Oder vielleicht noch einen Punkt, den du angesprochen hast – da geht es ja auch ein Stück weit um ein rechtes Maß zwischen Freiheit auf der einen Seite und dann der Orientierung,
00:23:53: der
00:23:53: Spur diesen klaren Rahmen.
00:23:56: Eine Frage die ich mir manchmal stelle ist So dieser Weg rückwärts, den du jetzt auch so beschrieben hast in der Führung.
00:24:04: Das eigentlich immer mehr wieder das Bedürfnis nach Sicherheit, Nachklarheit wie bei uns auch November zwei tausend dreiundzwanzig zum Ausdruck kamen ob dass nicht dann auch für die eine oder andere ich nenn's jetzt mal so etwas klassischere Führungskraft Dann nicht auch ein angenommenes Geschenk ist, sich doch nicht so sehr wandeln zu müssen wie immer geglaubt wird dass die Führungskräfte an sich arbeiten müssen.
00:24:29: Also siehst du da auch eine gewisse Gefahr?
00:24:31: Die jetzt von dieser Entwicklung ausgeht Von diesem Sicherheitsbedürfnis Orientierungsbedürfenes Mit Blick auf die Kultur in einem Unternehmen.
00:24:41: Ja also ich glaube Ich hatte dazu geschrieben einen neuen Buch.
00:24:48: aber ich habe auch ganz interessanten Austausch mit Teilnehmern eines unserer Curricula.
00:24:54: Da habe ich über den Begriff der Azzidia gesprochen, das ist ein uralter Begriff aus von den Wüstenvätern übersetzt Trägheit, dass es ja eine gewisse Trägkeit gibt und manchmal sagen wir auch Bequemlichkeit wobei das häufig despektierlich verstanden wird und bewertet wird aber dass diese Trägheit etwas total natürliches ist etwas, das in Bewegung ist, in eine andere Richtung zu führen.
00:25:26: Also Bewegungsänderungen herbeizufügen weil wir einfach Gewohnheitsmenschen sind und das erleben wir.
00:25:33: Wir erleben ja gerade einen Wohlstand vieler Orte zumindest jetzt in unserer Hemmelsphäre, wir erleben doch auch viel Bequemlichkeit.
00:25:43: wahrscheinlich ich habe das im Kontext zum Thema Verantwortung darüber nachgedacht.
00:25:48: Was hindert uns denn, da waren wirklich Verantwortung übernehmen zu wollen?
00:25:53: Das ist die Fähigkeit, Probleme lösen zu können.
00:25:58: Solange wir nicht gelernt haben selbst Probleme zu lösen sind wir auch nicht dazu bereit in die Verantwortung zu gehen.
00:26:05: und vieles in den letzten Jahrzehnten führt dazu dass wir selbst die Fehigkeit probleme lösen kann immer mehr verlieren.
00:26:16: Das ist die Generation der Helikoptereltern, die ihren Kindern nur noch wenig zutrauen und die Probleme für ihre Kinder lösen.
00:26:24: Und sich dann später darüber wundern dass sie nicht dazu in der Lage sind dieses Problem zu lösen.
00:26:30: das ist dieser überworene Bürokratie.
00:26:33: also wenn ich jetzt mal ein Gespräch mit einer Bankmitarbeiterin verfolge die letztendlich gar nicht mehr selbst in die Verantwortung gehen kann weil das System alles reguliert und wenn etwas nicht in Ordnung ist, dann ist sie machtlos damit umzugehen.
00:26:50: Und nicht zuletzt jetzt KI die immer mehr Problemlösungen im unseren Alltag übernimmt und wir es uns einfach machen und die KI zum Beispiel GPT fragen die Löse ich dieses Problem anstatt selbst noch zu versuchen dieses Problem zu lösen?
00:27:13: die Bereitschaft und die Fähigkeit selbst Probleme lösen zu können, ist die Voraussetzung dafür in die Verantwortung zu gehen.
00:27:21: Und die Bereutschaft in die Verantwortung zu gehen ist die Grundvoraussetzungen dafür in Freiheit leben zu können.
00:27:29: Da sehe ich schon im Moment doch sehr viele Tendenzen, die es uns immer schwieriger machen tatsächlich aus dieser bisher in Bewegung herauszukommen und nicht zuletzt etwas, das es schon vor tausend fünfhundert Jahren gibt.
00:27:44: Und da ist Brot um Spiele also dass wir bequem werden im Sinne von besetzen uns vor dem Fernseher machen.
00:27:52: diese machen jenes aber so.
00:27:55: wo liegt denn was?
00:27:56: Ist denn das was uns wirklich in Bewege bringt auf die Stur um im Bild des Jagdhundes zu bleiben?
00:28:05: Und dann kommt es zu den Themen, die wir ja auch bei uns immer sehr stark bearbeitet haben.
00:28:09: Die Frage nach dem Befür und die zu uns als menschpassende Antwort bringt uns dann in Bewegung.
00:28:20: So lange ich das nicht habe ist es immer bequemer sich von anderen führen zu lassen.
00:28:31: Das erlebe ich wirklich.
00:28:32: Ich hab das auch reflektiert, Nachdem wir die Tendenzen bei uns im Unternehmen erlebt haben und das Bedürfnis nach klassischer Führung wurde sehr stark in den Bereichen des Unternehmens formuliert, in denen die Persönlichkeitsentwicklung noch nicht so raumgefasst hat.
00:28:56: All diejenigen, die Bereitschaft, die Fähigkeit oder auch die Motivation verspürt haben, in diese Persönlichkeit Entwicklung zu gehen Machen er nicht diejenigen, welchen, die nach klassischer Führung sich zurückorientieren.
00:29:14: Aber das ist unbequen.
00:29:17: Selbstführung ist furchtbar unbequent.
00:29:26: Ja, du sprichst ja auch gerade an.
00:29:28: Das ist ja auch einer der Gründe oder aufgrund dieser Tendenzen, die sich ja gezeigt haben dass wir uns als Unternehmen ja auch darauf eingestellt haben.
00:29:36: Nachdem jahrelang die Blütezeit der Führungsentwicklung über neun oder zehn Jahre, dass wir dann neben einem Ja-Führungskurriculum was wir seit über einem Jahrzehnt ja pflegen auch ein Managementkurriculum entwickelt haben um sagen einen Maß herzustellen.
00:29:57: Also das wird ja im Unternehmen aus meiner Sicht dann auch dieser Tatsache gerecht, die du ansprichst.
00:30:03: Ja und ich glaube, dass auch dieser Wandel jetzt mit Blick auf die Geschäftsführerin Maria Odromina der operative Verantwortung übernommen haben ist.
00:30:12: Auch eine Antwort auf genau diese Tendenz weil Ich bin ja auch jemand zumindest als Führungskraft Der den einen oder anderen durch den Freiraum der ihr oder ihn zuteil geworden ist durch mich auch überfordert hat.
00:30:33: Da hat ja auch manchmal über Forderungen stattgefunden.
00:30:37: Und das ist eben die Frage, was ist das rechte Maß?
00:30:41: Was wird dem und der Einzelnen gerecht?
00:30:45: Wenn du dann so einen persönlichen Anspruch hast wie ich jetzt und gerade dass so eine deiner Kernwerte betrifft wie Freiheit umso schwerer fällt es sich dann auf das Gegend überein zu stellen.
00:31:02: Das ist das, was ich selbst auch erlebt habe.
00:31:04: Es gab Menschen bei uns zum Unternehmen, die sind hervorragend umgegangen mit diesem Freiraum.
00:31:11: aber es gab ihm auch Menschen wie jetzt dieser Mitarbeiter, mit denen ich gesprochen habe der wurde Ausbildungsprozess nicht stattgefunden hat oder nicht erfolgreich stattgefundene hat.
00:31:22: da passt es dann einfach nicht mehr.
00:31:27: Ja, du hast ja über Forderungen gesprochen und gleichzeitig so nehme ich das wahr.
00:31:32: Es ist auch eine Form von Einladung die wir aussprechen, eine Erfahrung zu machen und wir sprechen ja auch gerne über das Unternehmen für den Sprung ins kalte Wasser.
00:31:44: Und man muss bei dem Mitarbeiter, den Du angesprochen hast, auch sagen, den SprUNG INS KALTE WASSER hat er gewagt!
00:31:51: Also bequem war der nicht?
00:31:53: Nein aber er die zu ihm passende Unterstützung durch mich erfahren, die er gebraucht hätte um nicht abzusaufen.
00:32:03: Ich drücke das mal so ein bisschen labider aus.
00:32:05: Vielleicht hat es sie doch gehabt aber ist trotzdem die Überforderung da weil zwanzig Jahre Stadtverwaltung sind vielleicht eher dann nicht mehr zu heilen.
00:32:18: Das ist da vielleicht nicht mehr möglich.
00:32:21: Es war dann zu dem Zeitpunkt natürlich vielleicht vom einen extremen zum anderen.
00:32:26: Können wir heute sagen und aber was wir ja auch daraus lernen, auch aus meiner Sicht in der Begleitung der Upps-Sals-Boma für die wir uns ja auch einsetzen dass es Freiheit inführung geben kann wenn auch ein gewisser Rahmen dabei gegeben ist
00:32:45: Natürlich.
00:32:46: Und ich glaube, das braucht den Rahmen.
00:32:48: und es ist wichtig diesen Rahmen zu finden, den passenden Raum zu finden und vor allen Dingen sich die Frage zu stellen bei diesen Menschen mit denen wir umgehen wo steht dieser Mensch gerade?
00:33:03: Und auch zu respektieren wenn diese Menschen an einer Stelle im Leben stehen eine Vorprägung haben Ihnen nicht mehr möglich macht den von uns formulierten Anspruch an Freiheit im Unternehmen, so gerecht zu werden und das trotzdem zu respektieren.
00:33:24: Es war sehr spannend.
00:33:24: Ich war vor ein paar Wochen bei Sachsen-Anhalt.
00:33:30: Da waren die Innenministerinnen und da waren zweieinhalbfünfzig ihrer Führungskräfte, also Polizeibeamte.
00:33:38: Also die Sterne ... Das sind die mit den Sternen auf der Schulter.
00:33:43: Und dann kam nämlich die Frage mit Blick auf den Entwicklungsprinzess.
00:33:47: Ja, wo und wie gehen wir denn mit den Führungstrefften um?
00:33:51: Die schon während der Zeit der DDR schon hier waren und einfach eine andere Führungen erlebt haben und jetzt mit so etwas die Permalids konfrontiert werden und gar nichts damit anfangen können und vielleicht auch nicht wollen?
00:34:06: was machen wir denn Mit denen?
00:34:10: und damals habe ich gesagt es ist wichtig das anzunehmen.
00:34:16: Ich beschäftige mich ja auch gerne mit der Tiefenpsychologie und K. Gustav Jung zum Beispiel, im Prozess der Individuation und da gibt es einen Teil, der nennt sich Integration des Schattens.
00:34:30: also es gibt Dinge die finden wir auch an uns nicht ideal und der unter diejenige die selbst optimieren, die versuchen dass was nicht ideal ist vielleicht zu verdrängen.
00:34:42: aber es kommt irgendwann hoch.
00:34:45: Und der Prozess der Integration des Schattens bedeutet, ich erkenne das was ich nicht als ideal empfinde.
00:34:54: Akzeptiere das also nehme das an und aus dieser Annahme heraus gehe ich in die Entwicklung.
00:35:01: Was bedeutet dass für so ein Prozess auch im Unternehmen wenn Menschen da sind diese Anforderungen wie wir hier formulieren weil wir sie gerade gut finden eben nicht gerecht werden können bedeutet für mich anzunehmend der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, es gibt Menschen die wollen oder können diese Anspruch an dem großen Freiraum im Unternehmen nicht gerecht werden.
00:35:26: Das ist erstmal so und das ist in Ordnung dass es so ist weil es ist so wie es ist.
00:35:30: und auch was um die Frage ist wie integriere ich diesen Menschen in dieses System?
00:35:36: Weil wenn ich versuche abzubehren diese alte Führungskraft mit ihrer Geschichte und dem, was sich daraus entwickelt hat an Verhaltensweisen.
00:35:50: Man entsteht daraus immer wieder Widerstände das ploppt immer wieder hoch.
00:35:56: genauso wie wenn ich meinen Schatten nicht integriere dann und ich versuche ihn zu verdrängen dann geschieht so etwas die Projektion dann triggert mich irgendetwas und das kommt immer wieder.
00:36:09: Ich bin ein großer Fan davon, das Unternehmen zu versuchen der Wahrheit ins Gesicht zu sehen und nicht nur das zu sehen was ich als Ideal empfinde im Unternehmen sondern auch das was ich nicht ideal als ideal betrachte.
00:36:29: Das anzunehmen und damit umzugehen.
00:36:35: Gerhard es passt sich wunderbar dass du gerade die Hand hebst weil ich gerade in Aufruf starten wollte, dass ihr euch jetzt langsam bereit machen könnt Fragen zu stellen.
00:36:49: Wenn sich Fragen stellen und das heißt Bodo wenn es für dich passt dann würden wir schon Fragerunde eröffnen wenn sich Fragen ergeben und somit Gerhard Lena würde dich freischalten ist sogar geschehen so dass du einfach dein Mikrofon anmachen kannst und deine Frage stellen kannst.
00:37:23: Ja, wir hören dich Gerhard.
00:37:24: Ich weiß ja nicht welche Unternehmen hier alle vertreten sind also die Unternehmen wo ich tätig war.
00:37:29: das war der Justizvollzug und das Kloster.
00:37:33: Also Knast und Kloster da ist frei hat natürlich ein spannendes Thema.
00:37:37: Ich kam als Ordensbruder sozusagen in den Knast aber wenn sich die Klosterforte überschritt dann dachte ich auch jetzt gebe ich mein eigenwilliger Klosterforte ab.
00:37:47: die Brüder sagen mir schon wo es lang geht.
00:37:50: Die Brüder haben mich zur Authentizität geführt.
00:37:55: Nur mit dieser inneren Freiheit habe ich im Vollzug überlebt, als Bibliotheker von Münster und NRW aus in Deutschland und international.
00:38:07: Von daher ist Freiheit für mich ein Thema, das sich mit diesen beiden besonderen Institutionen verbinde.
00:38:13: insbesondere auch mit St.
00:38:14: Utilien, der Erzabteil von Münster-Schwarzach.
00:38:16: aber dazu ein andermal.
00:38:19: und ich möchte erinnern daran dass heute der Tag des Mauerbaus ist.
00:38:23: und da denke ich beim Thema Freiheit auch an Verantwortung was unser ehemaliger Bundespräsident finde ich über im Gauk mit dem Prinzip verantwortung sehr gut zum Ausdruck gebracht hat.
00:38:35: insofern sehe Ja, Verantwortung für uns alle zum Thema Integration von Schattenwelt.
00:38:41: Das klingt für mich natürlich als Vollzugserfahrener gesellschaftlich auch besonders an.
00:38:48: Ich denke die Gesellschaft ist auch da heraus gefordert gerade Leute in Schattenwelten zu integrieren.
00:38:57: um Tolstöhe zu zitieren willst du einen Staat verstehen musst du dir seine Gefängnis von innen besehen?
00:39:03: Die Spitze auf die Gefängnispibliothek zu Aspas Brutoto Das mag ich nur zu bedenken geben gerade in der Runde, in aller Offenheit aus welchen Unternehmen hier wer alles kommt.
00:39:15: Danke.
00:39:16: Okay.
00:39:18: Vielen Dank lieber
00:39:20: Gerhard.
00:39:21: Ich glaube wir sind telefonisch verabredet.
00:39:23: kann das sein?
00:39:24: Bist du der Gerhard mit dem ich telefonisch übernächste Woche verabreitet bin?
00:39:32: Wichtig ja.
00:39:32: Ja gut.
00:39:32: Du hast grad das Kloster angesprochen und da möchte ich noch etwas ergänzen, was für mich eine ganz große Erkenntnis war nämlich die Struktur innerhalb eines Klosters.
00:39:49: Die wirkt ja so streng!
00:39:50: Die heute nur noch fünf Gebetszeiten, früher waren es ja mehr.
00:39:55: und dieses Ora et Labora diese klare Struktur, die wirkt für manche zunächst einängend aber wenn man sich in dieser Struktur bewegt schafft sie plötzlich eine ganz große Freiheit, nämlich bestimmte Entscheidungen nicht mehr treffen zu müssen.
00:40:17: Die wir sonst vielleicht tagtäglich immer wieder treffen müssen und dafür freiraum zu bekommen für das was uns wirklich wirklich interessiert.
00:40:25: Das ist hochspannend.
00:40:28: Also welche Entscheidungen müssen wir wirklich noch treffen?
00:40:34: und welche Entscheidungen müssen wir nicht mehr treffen?
00:40:36: Und je weniger Entscheidungen wir treffen, müssen bald etwas für uns geregelt ist, das zu mehr Freiraum entsteht.
00:40:46: Das habe ich vorher nie verstanden.
00:40:47: Ich habe das eh nicht empfunden.
00:40:48: Das ist ja total eng im Kloster.
00:40:50: Aber dieser Freiraumen der Inhalt dieses Rahmens sich entwickelt hat, der ist gigantisch.
00:40:56: Also somit können klare Strukturen für den Menschen auch einen Freiraun mit sich bringen der sich den Menschen, denen sich die Menschen bedient kann.
00:41:12: Ein Gedanke Knast und Kloster haben mir nicht gereicht.
00:41:14: ich war vorher nach zehn Jahren im Internat also ein Mitbruder sagte mal du bist was Institutionen geschädigt weil ich sagen will ist aber anknüffend an deinen letzten Gedanken.
00:41:26: Ich war erst gefordert eine von außen aufgedrängte Regelung zu berücksichtigen Und durch die Lebenserfahrung dahin zu wachsen, zu einer eigenen Selbstdisziplin und inneren Freiheit eine eigene selbstverantwortete Struktur mitzugeben.
00:41:43: Das ist genau das was mit Freiheit dann auch glaube ich meins und was uns einen eigenen Halt gibt.
00:41:49: Da ist ein Leben aus dem Glauben tatsächlich auch an Anker, was für viele nicht unbedingt verständlich ist.
00:41:57: Ja, vielen Dank!
00:42:01: Lieber Gerd, danke für deinen Beitrag Und da darf sich der Thomas direkt anschließen.
00:42:10: Ja moin, ich grüße euch noch etwas weiter aus dem Norden nämlich auch Schweden.
00:42:15: Ich habe eine ganz kurze Frage zum Verständnis.
00:42:17: Bodo du hast vorhin gesagt wenn ich den Schatten nicht annehme suche ich immer mehr Bestätigung im Außen.
00:42:22: Wenn ich das jetzt auf Führungskräfte übertrage wie kann ich im Team letztendlich die Leute dazu motivieren oder anhalten sich mit ihrem Schatten beziehungsweise der Annahme mehr zu beschäftigen?
00:42:40: Danke!
00:42:43: Persönliche Entwicklung ist nichts, was sich anweisen kann.
00:42:47: Es ist nicht etwas, das ich wollen kann, sondern ich kann durch die Selbstführung an Authentizität gewinnen und mit der Authentzität an Glaubwürdigkeit, mit der Glaubwirklichkeit an Vertrauen.
00:43:03: Und wenn die Menschen anfangen mir zu vertrauen dann öffnet sich in der Beziehung ein Raum in den diese Entwicklung meines Gegens gegenüber hinein geschehen kann.
00:43:15: Also Vertrauen ist für mich da das Grundmuster, ich habe nicht gehabt mit der Tour des Lebensbeschäftigte unsere Auszubildenden.
00:43:22: Ja.
00:43:22: dann geht es auf Hannibal zu spuren.
00:43:26: Sechs Tage hundert Kilometer, acht Tausend Höhenmetern sowie Hannibal zweihundet achten vierzig von Christi geburt mit den Elefanten und Zubuss die Alpen überquert haben.
00:43:36: werden wir das auch tun Und was ihn damals ausgezeichnet hat war dass er Menschen bewegt hat in eine Richtung, von der sie nicht wussten wo das endet.
00:43:50: Das erleben wir auch bei Hermann Hesse und Demian.
00:43:54: Ja da erleben wird es auch Und die Voraussetzung dafür ist Vertrauen und wenn dieses Vertrauen nicht besteht zwischen den Beteiligten dann kann ich mir den Mund fusselig reden.
00:44:06: Wenn dieses Vertrauen aber das Dann sind die Menschen den, was ich sage offen gegenüber.
00:44:13: und dann kommen wir zu diesem ausprobieren.
00:44:18: Es geht über das Ausprobieren.
00:44:19: Ich erlaube mir etwas auszuprobieren.
00:44:23: Ich habe die Erlaubnis etwas auszuprobieren Und dann komme ich plötzlich in diese Richtung.
00:44:31: Das ist etwas, was aus dem Innen heraus entstehen darf und es wächst nur aus dem Innen heraus.
00:44:37: wenn Die Beziehung zwischen mir und meinem Gegenüber auf dem Fundament von Vertrauen entsteht, dann wird es möglich.
00:44:47: Ich erlede das ja bei unserem Unternehmen auch.
00:44:50: also ich habe die Vorstellung gehabt dass sich die Welt retten kann in Rundfunkstrichen, das war ja so ein ursprünglicher Plan und bis ich dann immer lernen durfte ist die Voraussetzung für die Entwicklung eines Menschen seine Bereitschaft in die Varaussetzungen zu gehen.
00:45:16: Diese Entwicklung beginnt dann zumindest bewusst, wenn ich in meinem Gegenüber jemanden erkenne, der das Beste in mir hervorruft bei dem ich glaube dass die Begegnung mit ihm mir dabei hilft sich ein Stück weit weiter zu entwickeln.
00:45:42: Also wir haben dieses Phänomen gerade im Unternehmen auch.
00:45:44: Ich bin ja raus aus der operativen Führung und setze mich nicht mehr für die Entwicklung des Unternehmens ein, vielmehr für die Entwicklung des Menschen außerhalb des Kontextes.
00:45:57: Also für den Menschen an sich.
00:45:59: Und dann ist ja die Frage wie gehen jetzt die Menschen damit um?
00:46:02: Es gibt Menschen, die kommen auch nicht zu und es gibt Menschen die kommen nicht auf mich zu.
00:46:09: Dann wird die Frage gestellt oder haben wir das mal diskutiert?
00:46:12: Wie wird's mit Direktoren zum Beispiel Wo du will gebeten werden, nein.
00:46:18: Wo du willst nicht gebetet werden, dass er kommt und mit ihnen spricht, sondern wenn aus der tiefen Überzeugung heraus ein Mensch das Bewusstsein entwickelt, dass der Austausch mit mir in diesem Fall für ihn eine Weiterentwicklung mit sich bringt?
00:46:35: Dann ist es passend!
00:46:38: Dann kann es sehr fruchtbar sein.
00:46:43: Wenn das nicht da ist dann brauchen wir uns nicht miteinander austauschen Dann brauchen wir uns nicht austauschen.
00:46:51: Dann geht es nicht darum, dorthin zu fahren und die Menschen davon zu überzeugen sondern Es muss aus dieser tiefen Überzeugung heraus entstehen.
00:46:59: da ist ein Mensch Bei dem glaube ich dass der Kontakt mit ihnen mir dabei hilft mich als mensch zu entwickeln.
00:47:08: Dann ist das gut.
00:47:09: so ist es auch bei mir gewesen.
00:47:11: Ich war jemand Und wahrscheinlich habe damals was ja an sein grün.
00:47:15: Ich erinnere mich doch sehr gut.
00:47:17: Ich hab vor ein paar wochen ein Buch wieder angefangen weiterzulesen, das habe ich aus der Hand gelegt im Jahr seven auf Seite eighty-one als mein Vater verunglückt ist.
00:47:27: Quellen innerer Kraft!
00:47:28: Seitdem hab' ich das Buch nicht mehr in der Hand gehabt.
00:47:30: es hat mich aber daran erinnert dass ich bestimmt zehn Jahre lang die Bücher von Anselm Grün geschrieben habe gelesen habe Aber daraus ist wenig entstanden vielleicht mal hier und da unbewusst Erst in dem Moment wo ich mich bewusst dafür entschieden habe.
00:47:48: Ich gehe zu ihm mit der Motivation, mich als Mensch entwickeln zu wollen.
00:47:57: Erst im Moment ist das ein Bewegungbuch.
00:48:01: Er hatte zehnmal zum Glück.
00:48:02: Das weiß ich nicht.
00:48:02: Ich meine es geht, dass mein Gegenüber aus sich selbst heraus dieses Bedürfnis entwickelt, zu einem Menschen zu gehen.
00:48:13: Es ist egal wer das ist von denen er oder sie glauben, dass diese Menschen dabei erhebt, sich als Mensch weiterzuwirken.
00:48:22: dann entsteht es.
00:48:26: Ist angekommen, recht herzlichen Dank Bodo!
00:48:28: Ja ich mag noch etwas ergänzen auf deine Frage in Thomas und zwar passt eigentlich ganz gut zu einem Gespräch was ich heute auch mit dem Unternehmen hatte das ganze unterschiedliche Ansätze verfolgt mit Blick auf das Thema Führungsentwicklung im Unternehmen und gewissermaßen dass er zwingen möchte ja also das er zwingen möchte Führungskräfte jetzt anfangen, an sich selber zu arbeiten und sich selbst zu führen usw.
00:48:54: Und wir haben eben die Erfahrung gemacht, dass wir besser damit beraten sind Räume zu öffnen.
00:48:59: Bodo hat gerade über die Tour des Lebens gesprochen oder wir haben ja schon das Uppsatzbogen-Kurrikelum erwähnt.
00:49:07: Also Räumen zu öffen aber wann die Menschen dann die Bereitschaft haben?
00:49:12: Du hast ja über den Schatten gesprochen also sich mit dem eigenen Schatten auseinanderzusetzen.
00:49:17: Darüber können wir nicht verfügen.
00:49:19: Wir können die Einladung aussprechen, aber wann das der Fall ist liegt bei den Menschen selbst.
00:49:24: also und wenn die Bereitschaft da ist?
00:49:26: Bei dem Menschen ist die Chance auch viel größer als was Brodograd gesagt hat dass sich eine Entwicklung danach anschließen kann als wenn wir sagen okay wir weisen Entwicklung an.
00:49:38: Das funktioniert nicht.
00:49:39: unserer Erfahrung nach Darf ich noch eine Rückfrage dazu stellen, Mirko?
00:49:43: Das ist ja prinzipiell entkoppelt.
00:49:44: Also du hast gesagt der Unternehmer oder das Management möchte es erzwingen.
00:49:49: wenn sich wirtschaftliche Zeiten aber verändern versuche ich natürlich auch als Inhaber oder als oberste Führungskraft den Rest mitzuziehen.
00:49:59: Also du hast die gleiche Diskussion, auch oft sage ich mal zwischen langjährigen Mitarbeitern und jungen Mitarbeiter wo die langjährige Mitarbeiter sagen es reicht jetzt.
00:50:08: ich hab's jetzt achtundzwanzigmal erklärt er kommt jetzt oder er kommt nicht und dann kommt der Druck ins System dein sogenanntes Zwingen.
00:50:14: aber für mich laufen die Dinge ja parallel und Ich kann ja jetzt nicht jetzt böse gesagt fünf Jahre eine Einladung aussprechen weil irgendwann soll Entschuldigung, das Wort muss ja mal was passieren.
00:50:28: Ja also Bodo du kannst ja auch gerne noch ein paar Dinge dazu sagen.
00:50:32: Also ein Gedanke den ich da zu habe, dass ist uns im Jahr zwei tausend zwanzig siebzehnte März erstes Hotel geschlossen.
00:50:39: danach haben sich alle anderen angeschlossen und dann haben wir damals natürlich auch einfach aus dem Fakt der geschlossenen Hotels heraus sozusagen ja auch dem Modus dahingehen verändert.
00:50:52: Weil eine ganz wesentliche Aussage bei uns ist, Wirtschaftlichkeit du hast gerade angesprochen.
00:50:56: Ist die Basis unserer Existenz aber nicht der Sinn unseres Handelns.
00:51:00: und gleichzeitig ist Wirtschaftlichkeit Aber die Basiss dessen dass wir uns für Menschen oder das wir auch menschen stärken können ja also auch wir ich sage immer so gerne Wir sind am ende auch In Anführungsstrichen stinkt normales Unternehmen, was auch wirtschaften muss.
00:51:17: Also ohne das funktioniert es auch nicht und das war so in dieser Corona-Zeit.
00:51:21: aber was hat uns diese Zeit?
00:51:25: Auch gezeigt dass die Die Einladung an die Menschen, die wir in den Jahren davor in den neun und zehn jahren davor ausgesprochen haben und die diese Einladungen angenommen haben die viel mehr in der Verantwortung für sich selbst und auch das Unternehmen gegangen sind als Voraussetzung dafür, dass wir auch gut durch eine Krisenzeit hindurchgehen konnten.
00:51:48: Und ich habe letztes Jahr an unserer Entwicklungswerkstatt, die ich bei uns intern begleiten durfte – da habe ich auch noch gesagt so viele Unternehmerinnen unserer Branche sind in den letzten Jahren – ist es wirtschaftlich schwierig geworden?
00:52:03: Wir sind noch da!
00:52:05: Und für uns war es auch nicht immer leicht, aber das was sich in den Jahren davor entwickelt hat, war die Grundvoraussetzung dass wir hier heute über gute Erfahrungen insgesamt sprechen können.
00:52:18: Also das Thema Verantwortung mit Blick auf Führung und auch Wirtschaftlichkeit ist ja kann ich Menschen nur bestärken mal herausfordernd ist, da sich intensiv mit zu beschäftigen.
00:52:38: Vielleicht ergänzen wir dazu.
00:52:42: Wir sind ja diesen Weg ab zwei Tausend Zehn beschritten ohne zu wissen was zehn Jahre später auf uns zukommt und wir waren total überrascht dass das was wir die zehn Jahre zuvor gewegt haben mit und in den Menschen dazu beigetragen hat, dass wir eine gewisse Form der Resilienz entwickelt haben gegenüber dem was um uns herum geschieht.
00:53:06: Das war spannend!
00:53:07: Und ich glaube das wenn wir in einer akuten Gefahrensituation sind also gestresst sind dann dann sind die menschen ohnehin nicht so aufnahmbereit, also ich versuche nur gerade das Bild vorzustellen.
00:53:20: Einen Menschen der dabei ist abzusaufen noch Parallel-Inhalte auf den Kopf rein zu hauen.
00:53:25: Der ist dafür nicht offen in dieser Stresssituation, sondern dieses Wachstum geschieht eigentlich immer in den Phasen davor oder danach.
00:53:36: und das ist ja auch wo wir sagen wie so zerbrechen manche Menschen an der Krise und andere Wachsten daran.
00:53:42: Dieses Wachstum und diese Entwicklung entsteht nie in der akuten Situation.
00:53:45: Da entstehen die Voraussetzungen für das, woran wir wachsen können.
00:53:49: aber es braucht die Reflexion um daraus zu lernen, um das nächste Mal noch ein Stück weit stärker zu sein als vorher.
00:53:57: Und da haben wir einfach Glück gehabt Thomas, dass wir zehn Jahre lang uns für die Entwicklung des Menschen eingesetzt haben und dann erleben durften Wir waren ja wirklich genauso überrascht Dann erleben Durften wie viel Kraft aus dieser Entwicklung des Menschen heraus in schwierigen Situationen entstehen kann.
00:54:15: Da waren wir ja total überrascht, wir waren da völlig baff.
00:54:19: und wenn es an der Kubik muss man glaube ich aushalten und durchhalten und aus diesen Durchhalt und Aushalten heraus dann diese Momente der Stille in Anführungsstrichen finden in denen Reflexion und Entwicklung möglich wird wie beim Sportler-Eden.
00:54:36: das ist seit Prinzip dass der Muskel eben nicht wächst, während wir trainieren sondern werden die uns ausruhen.
00:54:42: Und genau diese Pausen, diese Stille und wenn wir bei Gegriff der Freiheit sind.
00:54:48: sich die Freiheit zu nehmen trotz schwierigster Bedingungen für nur einen Moment noch in die Stille zu gehen oder im Tag eine Minute Pause stelle oder zehn Minuten stille sich zu erlauben das ist die Freiheit glaube ich der wir gut nachkommen können, egal wie schwierig und anspruchsvoll es gerade ist.
00:55:15: Ich würde mal ganz gerne noch einen anderen Aspekt mit reinbringen.
00:55:18: was hinsichtlich dieser Entwicklung.
00:55:20: ich habe gerade heute ein Gespräch gehabt und da geht's auch um diese Entwicklung Und da kam in dieser Gedanke das wenn wir über Entwicklungsbrechen Veränderung sprechen dass das gerade bei Menschen mit einer anderen Prägung die lange Zeit Zeitpunkt vorausgegangen, ist ja eher Widerstände hervorruft.
00:55:43: Ja also dass es gar nicht so sehr darum geht Entwicklung oder Veränderung jetzt in den Fokus zu stellen sondern das zum Beispiel über etwas zu kanalisieren was uns alle allen vielen sehr wichtig ist und die Sprache.
00:55:59: Also wir können über die Entwicklung unserer Sprach über Sprachbewusstsein in einer Entwicklung gehen auch die Entwicklung der Persönlichkeit Weil dort hat man eine ganz starke Resonanz, wenn sich jemand mit der Sprache beschäftigt.
00:56:13: Mit seiner Sprache die sie oder er spricht und merkt dass das machtenvollste Instrument ist, dass dem Menschen mit an ins Dasein gegeben worden ist und dass wir über die Sprache Menschen aufrichten oder hin richtigen können, Gemeinschaften schaffen oder auch spalten können.
00:56:36: wenn die über diese Kraft und Macht der Sprache sprechen, und wir Menschen dabei unterstützen ein Sprachbewusstsein zu entwickeln.
00:56:43: Dass ihnen und ihrem Umfeld dienlich ist dann geschieht über die Entwicklung der Spracher.
00:56:50: Persönlichkeit ganz automatisch sagt mir wie du sprichst und ich sag dir wer du bist deine Sprache verredet dich ja.
00:56:59: im Anfang war das Wort wird manchmal sehr unterschiedlich diskutiert, ob es um den Logos geht und dem Geist geht oder wirklich um das Wort.
00:57:08: Aber das eine lässt sich mit dem anderen gut verbinden.
00:57:10: also über die Sprache entwickelt der Sprache.
00:57:12: innerhalb des Teams kann Persönlichkeitsentwicklung stattfinden Mit einer größeren Resonanz als wenn wir über Persönlichkeit entwickeln sprechen.
00:57:21: Das ist das was mir noch so bewusst geworden ist in der Vergangenheit.
00:57:26: Okay Gut vielen Dank.
00:57:28: bevor wir gleich zum großen Finale mit der Frage von Ursula kommen Vielleicht noch ein Hinweis an dieser Stelle, weil die liebe Lena aus dem Team das auch schon mal eingestellt hat.
00:57:39: Wir haben ja über das Curriculum gesprochen und wir haben euch ein paar Informationen eingestellt, weil das Curiculum nicht nur für Uppsalsboma bestimmt ist sondern auch für Upsalzboma.
00:57:49: auf Zeit also wenn ihr Interesse daran habt dann stellen wir uns gerne zur Verfügung und gehen mit euch dazu in den Austausch und habt ihr noch ein paar weitere Informationen auch im Chat.
00:58:01: Das als Hinweis vorausgeschickt.
00:58:04: So, Ursula, Bodo die Zeit.
00:58:06: nehmen wir uns noch für Ursulas Frage.
00:58:08: Wenn jemand schon los muss verstehen wir das natürlich.
00:58:11: Wir halten ja gerne die zeit ein.
00:58:12: aber Ursula deine frage Wollen wir noch hören und gehen wir gerne noch drauf ein.
00:58:22: Ja, durch den Abschluss jetzt hat sich eigentlich was Zweites ergeben das ich vorziehe.
00:58:29: Das Thema mit der Sprache.
00:58:31: in meiner Branche, pharmazeutische Industrie wir zum einen immer die Herausforderung haben.
00:58:39: Ich habe Direct Reports und ich bin in einer Matrix Organisation In Parallel Funktion Und ich meistens die Matrix Organisation international habe.
00:58:53: Und dann hat man ein Team quer über Europa oder in Worcays quer über Kontinente, wo du vielleicht Native Speaker und nicht Native Speaker hast?
00:59:07: Und dann denke ich ist das Sprachthema.
00:59:13: Da kann man auch so gut Engisch können, doch noch einmal spezieller und wahrscheinlich anders zu Hand haben als wenn ich jetzt nur ein lokales Team habe.
00:59:27: Oder wir haben ja schon das Thema du wirst es hören.
00:59:30: also ich sitze in Wien.
00:59:32: Man hat das ja schon sehr oft zwischen unseren Länder grenzen dass Eine Sprache spricht und doch nicht eine Sprache.
00:59:46: Das, was du ansprichst ist ja dann der Sprachgebrauch im Sinne auch des einzelnen Wortes und die Sprache ist ja deshalb so kraftvoll weil wir mit dem was wir hören etwas in Verbindung bringen.
01:00:02: es ruft etwas in uns hervor.
01:00:06: also ist das ja wie ein Wort Auslöser für etwas, was in unserer Geschichte schon mal irgendwo sich wiedergefunden hat.
01:00:15: Das kann ich in dem Zusammenhang sehr gut nachempfinden wenn du das geschreibst.
01:00:19: gerade wenn nicht deine Sprache neu lerne ist es natürlich anders verknüpft in meiner Geschichte als wenn ich Native Speaker bin.
01:00:27: Es gibt aber mehrere Aspekte Wenn wir über Sprache sprechen Einmal so ganz profane Dinge wie Wer mehr fragt als behauptet, findet mehr Freunde als Feinde.
01:00:40: Das ist unabhängig von der Sprache welcher Nationalität sie auch zuzuordnen ist.
01:00:48: wenn ich einfach mir angewöhne mehr Fragen zu stellen als etwas zu behaupten dann macht das etwas mit der Begegnung und der Beziehung Wenn dich mehr höre.
01:00:59: also das Gegenteil von sprechen ist nicht schweigen sondern hören Auch das, wenn ich also Fragen stelle.
01:01:06: Wenn ich höre dann werde ich sicherlich Einfluss nehmen können auf eine gelingene Beziehung und eine gelinge Begegnung.
01:01:18: oder wenn ich das was mir jemand sagt für mich noch anders einordne egal was er sagt weil ich mir bewusst gemacht habe was Paul über Peter sagt sagt mehr über paul als über peta.
01:01:32: Das, was mir mein Gegenübergrade sagt sehr wenig mit mir zu tun hat.
01:01:36: Sondern sehr viel mit ihm oder ihr und ich meinen Interesse, meinen Fokus öffne um mich anfangen zu interessieren für diesen Menschen.
01:01:45: aufgrund dieser Feststellung hat das Einfluss auch die Begegnung Und es gibt also wenn wir über Sprachcurriculum tatsächlich entwickeln Wenn wir über Sprechen sprechen geht es auch um das einzelne Wort Das unbestimmte Personalpronomen, wenn das jemand verwendet.
01:02:02: Wenn er sich selbst meint kann es ein Indiz dafür sein dass sich dort jemand mehr eine Aufbarrolle befindet und den gesellschaftlichen Entwicklungen unterordnet.
01:02:14: Das ist international natürlich anspruchsvoll wobei das Institut mit dem wir zusammenarbeiten das heißt lingua eterna die Auseinandersetzung oder die bewusste Sprache nicht eine Frage der Nationalität ist.
01:02:36: Und so gibt es verschiedene, das ist sehr passettenreich und die Frage, die sich lohnt zu stellen in internationalen Teams ist welche Aspekte der Sprache können uns trotz Internationalität dabei helfen Begegnung zu verbessern?
01:02:55: Das fällt mir sogar zu einem Ursula.
01:03:00: Gut, ja dann vielen Dank auch für deine Frage Ursula an dieser Stelle.
01:03:04: Vielen Dank für alle die sich heute Abend genommen haben.
01:03:08: wie gesagt alle anderen Informationen findet ihr im Chat.
01:03:14: über die Uppsals-Bohemwegbegleiter könnt ihr euch weiter informieren.
01:03:16: wir gehen gerne mit euch in den Austausch und freuen uns natürlich sehr darüber wenn wir uns beim nächsten Online Dialog auch wiedersehen.
01:03:25: Ja, wir werden den auch noch mal zum Nachhören dann in unseren Podcast Kanal einstellen und ja freuen uns total darauf dass ihr heute dabei wart und auf ein nächstes Mal Und danke dir Boro das wir uns gemeinsam die Zeit genommen haben
01:03:39: sehr gerne.
01:03:39: vielen Dank für den Austausch viel dank für die tollen Fragen und Offenheit gegenüber.
01:03:45: alles Gute bis zum nächsten Mal.
01:03:47: Machs gut.